Graphic Novel- Verfilmungen, auf die wir uns freuen können

Klassische Comicfiguren wie Batman, Spiderman und Superman sind aus den Kinos nicht mehr wegzudenken. Doch auch jenseits des Superhelden-Genres tut sich einiges in der Filmwelt. Hier drei Graphic Novel-Verfilmungen, auf die wir uns freuen können:

In diesem Jahr wurde die Verfilmung von »Blau ist eine warme Farbe« von Julie Maroh mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Die ebenso sanfte wie tragische und mit autobiografischen Elementen versehene Coming-Out Geschichte über die zwei jugendlichen Frauen Clementine und Emma, die miteinander eine Liebesbeziehung eingehen und deswegen den homophoben Attacken ihrer Umwelt ausgesetzt sind, ist somit in der Geschichte des Festivals in Cannes der erste prämierte Film, der auf einer Comicvorlage basiert.

In Deutschland erscheint die Graphic Novel im Dezember bei Splitter. Sie umfasst 160 Seiten und wird 19.80 EUR kosten.

 

Letzte Woche erschien außerdem der erste deutsche Trailer zur Verfilmung von Jaroslav Rudis‘ Alois Nebel.

Ende der achtziger Jahre arbeitet Alois Nebel als Bahnhofswärter an einer kleinen Station in Bílý Potok, einem abgelegenen Dorf an der tschechisch-polnischen Grenze. Er ist ein Einzelgänger, der das Sammeln alter Fahrpläne der Gesellschaft von Menschen vorzieht. Er findet Einsamkeit beruhigend.

Doch sobald sich Nebel über die Bahnstation legt, beginnt er zu halluzinieren und sieht Züge aus den vergangenen einhundert Jahren ein- und ausfahren. Sie bergen Geister und Schatten aus der dunklen Vergangenheit Mitteleuropas: die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, die russische Besetzung 1968. Alois wird diese Alpträume nicht los und endet schließlich in einem Sanatorium. Dort lernt er einen schweigsamen Fremden kennen, der bei dem Versuch, die Grenze zu überqueren, verhaftet wurde.

Der Film kommt im Dezember in die deutschen Kinos, den Trailer gibt es hier.

Das Buch Alois Nebel ist bei Voland & Quist erschienen, hat 350 Seiten und kostet 24.90 EUR.

 

Gespannt sein dürfen wir auch auf die Verfilmung von Jasons Ich habe Adolf Hitler getötet. Die Macher von »Iron Sky« wollten angeblich noch in diesem Jahr mit den Dreharbeiten beginnen. Es geht um einen Auftragskiller, der durch die Zeit in das Jahr 1939 reist, um Adolf Hitler zu töten. Hitler jedoch kann entkommen und reist statt des Killers in unsere Gegenwart.

Kaum vorstellbar, wie Jason dieses Dilemma auflösen will. Gut, dass wir es in » Ich habe Adolf Hitler getötet« nachlesen können, in dem der Norweger mit trockenem Humor sämtliche Register seines erzählerischen Könnens zieht. Und vielleicht kommt der Film ja auch schon ganz bald auf unsere Leinwände…

Das Buch jedenfalls ist bei Reprodukt erschienen, hat 48 Seiten und kostet 13 EUR.

 

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